Sprachförderung bei den Mariendorfer Teddys
„Wer von euch kann schon lesen?“, fragt die Erzieherin und zeigt den Kindern ein Bilderbuch. Einige melden sich, andere schütteln den Kopf. „Doch, ihr könnt schon lesen! Nicht die Buchstaben, aber die Bilder. Ihr könnt erkennen, was passiert, und euch vorstellen, was die Figuren sagen.“ Schon beginnt die Geschichte. Bei der kleinen Raupe Nimmersatt fragt die Erzieherin: „Was glaubt ihr, was die Raupe sagt?“ „Ich habe Hunger!“, ruft ein Kind. Ein anderes ergänzt: „Ich möchte einen Apfel essen!“ Und schon sind die Kinder mitten in ihrer eigenen Geschichte.
Genau so funktioniert unsere Sprachförderung in „Teddys Geschichtenwelt“. Die Kinder werden selbst zu Geschichtenerzählern. Sie entdecken Wörter, bilden Sätze, stellen Fragen und entwickeln eigene Ideen. Im Elementarbereich (3–5 Jahre) stehen Wortschatz und einfache Sätze im Mittelpunkt. Beim Übergang zur Schule (5–6 Jahre) lernen die Kinder, zusammenhängend zu erzählen und ihre Gedanken zu begründen. Gerade für mehrsprachig aufwachsende Kinder ist das eine wunderbare Möglichkeit, spielerisch Sicherheit in der deutschen Sprache zu gewinnen. Denn Sprachförderung beginnt nicht mit dem richtigen Wort, sondern mit dem Mut, etwas zu sagen.


